Oman

"Das Leben ist voller Gegensätze", warum also immer nur den Norden besuchen? Nun stand der Süden auf der Liste mit seinen heißen Wüsten und arabischen Städten. Eine Rundreise durch das gesamte Land bot einen guten Einblick in die Mentalität und die Landschaft des Omans - die ich vorher niemals für so vielfältig gehalten hätte. Von steilen Bergpisten im Osten, über die trockenen Gebiete der größten Sandwüste der Welt - der Rub al-Chali - bis hin zu fast tropischen Gebieten im Süden des Landes: Der Oman ist unglaublich bunt und hat so viel zu bieten!

Auf und Ab

Am 22.10.2017, Oman

In Maskat braucht man nur vor die Tür zu gehen und man weiß, man ist tief im Süden. Die Bauweise hier ist so orientalisch. Helle Steine, kleine Burgen und Türmchen, pompöse Eingänge, verziert mit Mosaik. Manche Häuser sind schlicht und schön, andere extravagant und schön, doch wenn man durch den Ort fährt, merkt man: Hier gibt es viel Geld. Man findet fast nie Müll in den Straßen und Ecken, alle Häuser sind gut in Schuss und immer wieder hört man, dass der Sultan dieses ist jenes Projekt finanziert, das der Bevölkerung zugute kommt.

Schlendert man durch den Souq, könnte man sich beinah im Warenangebot und den kleinen Gassen verlieren. Angefangen bei Tüchern, über Parfüm bis hin zu Gewürzen und Schmuck kann man alles kaufen.

Doch so langsam ruft die Wildnis. Also sind wir mit den Jeeps aufgebrochen in die Berge. Aus der Teerstraße wurde eine Schotterpiste, die irgendwann steil hinauf und hinab führte, oft direkt im Berghang und neben sich nichts als eine tiefe Schlucht. Hin und wieder kreuzten wir ausgetrocknete Flussbetten, ein paar Palmen und Sträucher am Wegesrand. Ohne Jeeps mit Vierrad-Antrieb und unsren großartigen Fahrer Marcel hätten wir diese Strecke wohl nie geschafft. Und die Aussicht von über 2000hm - einfach grandios.