Japan

Meine erste große Reise, über die ich auf diesem Blog berichte, führte mich nach Japan. Zusammen mit einer halbjapanischen Freundin entdeckten wir das Land, fuhren mit dem Shinkansen und besuchten verschiedene Städte im fernen Osten.

Tokyo

Am 16.9.2013, Japan

Tokyo City!

Eigentlich wollten wir schon gestern in die Innenstadt von Tokyo, aber der Taifun hielt uns ab. Also ging es heute dahin. Das erste, was die hundeverrückten Großeltern mir natürlich zeigen mussten, war die Statue von Hachiko, einem Hund, der durch seine Treue berühmt wurde. (Es gibt dazu auch einen Film in Deutsch).

Die Innenstadt von Tokyo ist recht schön, aber ich habe gedacht, dass sie voller wäre. Etwa so wie in New York. Hier stehen die Häuser viel weiter auseinander, deshalb kommt es einem wahrscheinlich verhältnismäßig leer vor. Aber auch die Hochhäuser sind nicht ganz so hoch wie in New York. Und zwischen all den Hochhäusern findet man dann doch auch so etwas:

Die gitarrenverrückten Großeltern mussten uns dann natürlich auch noch in einen Musikladen führen. In 12 Etagen kann man hier alles mögliche kaufen, angefangen bei Instrumenten, bis zu Noten oder Zubehör. Ohne zwei neue Gitarrenhefte konnte ich den Laden natürlich nicht wieder verlassen.

Zwischendurch begegnen einem dann auch wieder Getränkeautomaten, aber nicht vereinzelt wie überall sonst, sondern gleich in Massenansammlungen.

Bleibt nur die Frage, wie wir es bei so vielen Bahnstrecken wieder zurück in unseren kleinen Ortsteil mit nur einer Linie schaffen sollen...

Morgen gehts dann schon wieder Richtung Deutschland.

Was ist nicht vermissen werde, ist die Ordnung. Hier muss wirklich alles geordnet, geregelt und geplant sein. Ohne geht es nicht. In der Innenstadt ist z.B. wirklich jeder Bürgersteig ohne Ausnahme umzäunt. Das hat ja auch seine Vorteile, aber es nervt irgendwann, wann man auf die andere Straßenseite möchte und dafür immer einen gefühlten halben Kilometer weiterlaufen muss, um einen vereinzelten Zebrastreifen zu finden, um danach wieder alles zurückzulaufen. Die Umzäunung gibt es sogar bei Bahnen.

Mir ist hier alles etwas zu geordnet, ich brauche das kleine bisschen Chaos in Deutschland.

Was ich in Deutschland vermissen werde, ist eindeutig das Yakiniku, also das Fleisch mit dem Tischgrill (ja, es ist eher koreanisch als japanisch); die tausend göttlichen Soßen beim Essen, die es wahrscheinlich nirgendwo sonst gibt; die High-Tech-Toiletten; die Sinfonie vor und nach einer Durchsage am Bahnhof, die mindestens immer eine halbe Minute dauert; die Geräusche, die die Ampeln machen, die einem jedes Mal zum Lachen bringen und an der nächsten Kreuzung immer noch zu hören sind; die Pünktlichkeit der Bahnen; die Sauberkeit und die Höflichkeit der Menschen.