Japan

Meine erste große Reise, über die ich auf diesem Blog berichte, führte mich nach Japan. Zusammen mit einer halbjapanischen Freundin entdeckten wir das Land, fuhren mit dem Shinkansen und besuchten verschiedene Städte im fernen Osten.

Miyajima

Am 11.9.2013, Japan

Heute führte unsere Reise in eine etwas ländlichere Region südlich von Hiroshima: Auf die Insel Miyajima. Dort gibt es das berühmte O-torii Gate, das im Wasser steht und durch das früher die Boote auf ihren Weg zur Insel fuhren. Die riesigen Fähren heute passen da natürlich nicht drunter durch.

Auf der Insel gibt es unglaublich viele Rehe. Leider sind sie ziemlich abgemagert und viele haben auch Verletzungen. Deshalb sind sie auch so anhänglich und aufdringlich und waren froh, als sie uns auch nur ein Stück Papier klauen konnten. Ja, die haben wirklich Papier gegessen und hätten es unter keinen Umständen wieder hergegeben.

Direkt hinter dem O-torii Gate liegt der Itsukushina Schrein und noch viele andere Tempel. Dahinter türmen sich dann auch gleich die majestätischen Berge auf. Mit einer Gondel konnte man auch auf die Spitze fahren, was wir natürlich gemacht haben. Zwischendurch muss man die Gondel wechseln und eine kleine Treppe überwinden, an deren Ende natürlich sofort wieder ein Getränkeautomat steht wie überall an jeder Ecke. Man verdurstet ja auch, wenn man mal für 10 Minuten nichts zu trinken hat.

Oben angekommen empfing einen ein schön gekühlter Raum. Das war genau das, was man gebraucht hat. Absolut jeder hielt dort für eine mehr oder weniger lange Pause. Danach ging es dann hinauf zum höchsten Punkt, von dem man eine einzigartige Aussicht auf das Meer, andere Inseln und das Festland hat. Kurz nachdem wir da waren, fing es an, leicht zu nieseln. Das war perfekt bei der Hitze. Aber die Japaner hassen ja bekanntlich Regen. Sie flüchteten alle schlagartig und innerhalb von einer Minute hatten wir den gesamten Bereich für uns allein.

Trotz des Regens blieb es aber unglaublich heiß und die Sicht wurde immer geringer, also fuhren wir wieder runter und gingen zum Strand. Obwohl es hier nicht regnete, war weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Nur leider war das Wasser ziemlich verdreckt, dass es keinen Spaß machte, schwimmen zu gehen.

Eigentlich wollten wir noch zwei Kajaks leihen, aber auf der Internetseite (natürlich nur auf japanisch) soll gestanden haben, dass man vorher welche reservieren muss. Wussten wir natürlich nicht. Also haben wir stattdessen in der hereinbrechenden Dämmerung eine Bootstour auf einem typisch japanischen Schiff gebucht.