Japan

Meine erste große Reise, über die ich auf diesem Blog berichte, führte mich nach Japan. Zusammen mit einer halbjapanischen Freundin entdeckten wir das Land, fuhren mit dem Shinkansen und besuchten verschiedene Städte im fernen Osten.

Matsudo

Am 5.9.2013, Japan

Matsudo ist wie eine Oase in Tokyo. Eine Oase der Werbereklame. Überall sieht man Werbung. Und das ist nicht übertrieben; es sieht fast so aus wie in New York (nur viel sauberer). Dabei ist Matsudo nur ein kleiner Ortsteil von Tokyo. Aber selbst hier sind zur Verschönerung viele Pflanzen zu sehen.

Um nach Matsudo zu kommen, mussten wir wieder mit der Bahn fahren. Das gesamte Bahnsystem ist hier einzigartig. Die Fahrkartenautomaten sind zu 100% zuverlässig und extrem schnell und einfach zu bedienen (selbst auf japanisch!). Jede Bahn ist pünktlich und der einzige Grund, warum dies entschuldigt werden könnte, wäre wohl der Weltuntergang. Japaner lieben eben Ordnung und es muss immer alles reibungslos funktionieren. Das bemerkt man auch immer wieder, wenn man eine Rolltreppe benutzt. Es kommt oft am Anfang eine Stimme, (natürlich nur auf japanisch für die Japaner, die es eh richtig machen) die sagt, dass man links stehen und rechts gehen soll. Und es hält sich wirklich jeder daran. Es bildet sich vor den Rolltreppen oft schon eine lange Schlange von Leuten, die links stehen wollen, es sind aber niemals Menschentrauben oder -haufen wie in Deutschland. Es drängelt sich auch keiner vor oder steht auf der rechten Seite. Das wäre in Deutschland unmöglich.

Selbst an den Kassen gibt es immer wieder ein Absperrband und wie in Banken einen Wartestreifen auf dem Boden. Und alles funktioniert dort wie in einer Einbahnstraße. Wenn man dann mal von der falschen Seite zur (leeren) Kasse geht, wird man schief angeguckt. Und wenn man bezahlt hat, gibt die Kassiererin (ja, bis jetzt nur Frauen) einem zuerst die Scheine und wartet dann, bis man die verstaut hat, bevor man die Münzen bekommt und wenn die weggepackt sind kommt erst die Tüte mit den Einkäufen dran. Niemand drängelt. Einfach unglaublich. Davon sollte sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

Ganz anders sieht es da mit mancher Werbung aus. Es grenzt beinah an eine Katastrophe, wenn man um die Ecke biegt und dann einer dicken, gelben und menschengroßen Ente begegnet.

Hier sind auch noch des öfteren Telefonzellen zu finden, so wie es sie auch früher in Deutschland gab mit aufgehängten Telefonbüchern. Natürlich in grün.

Sobald man dann wieder ein Geschäft betritt, verfolgen einen wieder bestimmte Sachen: Einmal sind die Waren nicht nur durch Bilder, sondern auch durch überdimensional große Darstellungen gekennzeihnet, wie hier bei den Tomaten.

Dann kann ich die pink-grün-Kollektion um vier Fotos erweitern: Eine Karte, einen Platik-Fächer in knallpink, so wie man sie überall kaufen kann und etwas merkwürdige Figuren auf einer Verpackung. Was sie zu bedeuten haben, kann ich aber leider nicht beantworten, aber sie scheinen sehr beliebt zu sein.

Die Farbenvielfalt fällt sogar bei den Handys auf. Wer so ein Handy kaufen soll, weiß ich auch nicht. Japaner stehen ja eh total auf Klapphandys. Etwa 97% haben eins. Aber auch beim Essen muss so viel wie möglich bunt sein.

Und dann gibt es immer wieder diese eine Figur, die mich noch in den Wahnsinn treibt. Immer wieder ist dieses Kunstwerk auf allen möglichen Sachen wie Taschentüchern, Mäppchen, Süßigkeiten und tausend andren Sachen zu bewundern.