Island

Mein Aufenthalt in Island war extrem spontan: Da ich die Arbeitserlaubnis für Grönland nicht erhalten habe und sowieso nach Island ausreisen musste, entschied ich mich, zwei Monate lang nur mit Zelt und per Anhalter durch das Land zu reisen. So erkundete ich viele schöne Ecken, lief den bekannten Fernwanderweg Laugarvegur, wanderte an der Ostküste und besuchte viele, viele Sehenswürdigkeiten auf der gesamten Insel.

Der Süden

Am 17.8.2017, Island

Im südlichen Teil Islands reiht sich wohl ein Wasserfall an anderen. Ob sich nun die Wassermassen aus einer Schlucht kommend in die Tiefe ergießen, man hinter dem Wasserfall entlang laufen kann oder einem Bachlauf in eine Höhle folgt, nur um beinah direkt unter dem Wasserfall zu stehen: Hier in Island scheint es einfach jede nur denkbare Form von Wasserfällen zu geben.

Doch an der Südküste warten noch mehr Attraktionen: Sei es das abgestürzte Flugzeug der Air Force am Strand oder der Felsen voller Papageientaucher, die ausdauernd vor den Kameras der Touristen posieren. Auch ist der Strand an diesem Teil der Küste oft nicht sandfarben, sondern pechschwarz.

Doch da es hier keine Bäume gibt und der Wind ungestört über die weite Ebene fegen kann, ist es gar nicht so einfach, einen guten Platz für sein Zelt zu finden. So passiert es schnell, dass man mitten in der Nacht wach wird von dem prasselnden Geräusch, den der Sand macht, wenn er mit voller Wucht gehen das Zelt geschlagen wird, das sich im Wind leicht hin- und herbiegt.

Doch die Sonnenuntergänge entschädigen für alles und ich sollte dem Nordwind dankbar sein: Er sorgt schließlich dafür, dass hier im Süden ein Sonnentag den nächsten jagt.

Seit einem Tag bin ich übrigens wieder alleine unterwegs und ich muss sagen: Allein kann man sogar in Reykjavik trampen. So hat es nicht mal 10 Minuten gedauert, bis das erste Auto hielt und mich aus der Stadt brachte. Und dieses Auto war nicht einmal wieder losgefahren, da hielt schon das nächste. Und ich dachte, dass wir bisher schon extrem viel Glück hatten!