Island

Mein Aufenthalt in Island war extrem spontan: Da ich die Arbeitserlaubnis für Grönland nicht erhalten habe und sowieso nach Island ausreisen musste, entschied ich mich, zwei Monate lang nur mit Zelt und per Anhalter durch das Land zu reisen. So erkundete ich viele schöne Ecken, lief den bekannten Fernwanderweg Laugarvegur, wanderte an der Ostküste und besuchte viele, viele Sehenswürdigkeiten auf der gesamten Insel.

Der Nord-Osten

Am 24.8.2017, Island

Im Nordosten Islands gibt es wohl weitaus weniger Wasserfälle als im Süden, dafür sind sie jedoch umso größer. Der Dettifoss zum Beispiel verläuft zwar durch ein fast wüstenähnliches Gebiet, gehört jedoch zu den stärksten Wasserfällen in Europa.

Viel beeindruckender als den Dettifoss fand ich allerdings die Wand aus Wasserfällen, auf die man ein paar Kilometer südlich des Dettifoss trifft. Nähert man sich bei Nebel diesen Wasserfällen, dann kann man gar nicht das Ende sehen, sondern es reiht sich einfach ein Wasserfall an den nächsten, scheinbar endlos. Dabei werden die Wasserfälle auch noch immer größer und größer und rücken immer näher beieinander. Beim großen Hauptstrom dieses Wasserfallgebietes angekommen, sieht man riesige Wassermengen in einer Hufeisen-Schlucht in die Tiefe stürzen…

Die Vegetation in der Nähe dieser Wasserfälle ist insgesamt sehr karg. Man fühlt sich hier ein bisschen wie im Hochland, nur weiter in Küstennähe wird es wieder grüner. Eine Familie in einem Wohnmobil hat mich bis zur Küste mitgenommen und während die Landschaft sich mal wieder änderte, vertrieben wir uns die Zeit mit ein paar Uno-Runden. Hier im Nornden Islands sollen sich auch irgendwo Wale tummeln und überteuerte Touristenboote bieten von Husavik aus Walbeobachtungstouren an, doch mir blieb das Glück verwehrt, einen Wal vom Ufer aus zu erspähen. Dafür malte der Sonnenuntergang wieder einmal ein Kunstwerk an den Himmel.